Bauern zu gemeinsamen Protest gegen den weiteren Glyphosat-Einsatz in der Landwirtschaft. Anlass der Demo war die internationale Agrarministerkonferenz im Berliner Wirtschaftsministerium. Um den Hauptbahnhof -Startpunkt der Demonstration- tummelten sich fast doppelt so viele Teilnehmer als im Vorjahr, 33.000 an der Zahl. Darunter waren Vertreter aus Politik, Öffentlichkeit, Landwirtschaft und NGOs, die für eine Wende in der Agrarpolitik eintreten und fordern. Unter einer nachhaltigen Entwicklung versteht der "Wir haben es satt"-Sprecher Jochen Fritz „Der Umbau hin zu einer umwelt-, tier- und klimafreundlichen Landwirtschaft, in der Bauern gut von ihrer Arbeit leben können, darf von der Politik nicht weiter aufgeschoben werden.“ Vom Bahnhof rollte die massive 5 kilometerlange Traktorenkolonne über Alt-Moabit zum Wirtschaftsministerium, von dort zum Regierungsviertel. Ein Großteil der Demonstranten stimmte in die vom Demonstrationsbündnis initiierte Kochtopf-Schlagzeug Session ein. Hunderte Banner mahnten. Mahnen vor einer verfehlten Agrarpolitik. Mahnen vor den verheerenden Auswirkungen einer an die Leistungsgrenze getriebenen Landwirtschaft, bei der nicht nur der Einsatz von Pestiziden, Antibiotika, Gentechnik und die Massentierhaltung zum guten Ton der meisten Betriebe gehört. Entlang der Straße des 17. Juni zog sich der Zug bis zum Brandenburger Tor. Gut, dass wir dabei waren, denn jede Stimme ist wichtig.