Im Jahr 1991 wurde das Gelände in der Dorfstraße 35 vom Bezirksamt Hohenschönhausen übernommen und für eine Naturschutzstation vorgesehen. 1992 nach der Gründung des Vereins begannen die systematische Entsieglung und der mühevolle Aufbau eines Ortes, den heute viele LichtenbergerInnnen und BerlinerInnen nicht mehr missen möchten. Ein Ort der Umweltbildung, der Erholung, der Entschleunigung, ein Rückzugsgebiet aus dem Alltag am Rand und doch „mitten“ in der Hauptstadt. Im Jahr 2016 besuchten über 80.000 Menschen den Naturhof. 1994 begann der Verein in Falkenberg eine unbewirtschaftete Fläche mit vielen Apfelbäumen zu betreuen. 7 ha war die Fläche groß und dort wuchsen ungefähr 380 Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume. Heute sind es knapp 16 ha Streuobstwiesen und fast 900 Obstbäume, deren Äpfel in 60 alten und fast unbekannten Sorten die Grundlage für einen echten Lichtenberger Streuobstwiesen-Apfelsaft bilden.

Ende November 1995 erwarb der Verein die ersten drei Schottischen Hochlandrinder von einem Brandenburger Bio-Halter. Es war totales Neuland für den Verein und für Berlin, das man Rinder ohne Stall in einen Naturraum stellt und ihr Fressen und ihr artgerechtes Verhalten als Landschaftspflege nutzt. Heute stehen an vielen Stellen im Bezirk Rinder, die für solche Haltung und Beweidung geeignet sind. Über 100 ha Grünlandfläche werden beweidet und auf ganz natürliche Art und Weise gepflegt. Im Jahr 2001 erhielt der Verein am 05.12. das erste Mal das Zertifikat, welches den Ökologischen Landbau gemäß des EG-Kontrollsystems bestätigte. Es war ein weiter Weg bis zu diesem Tag, denn alles was unser Verein auf den Flächen und mit den Tieren macht, muss transparent sein und dokumentiert werden. Bio-Landwirtschaft am Rande oder direkt unter Hochhäusern zu realisieren ist für Mensch und Tier eine enorme Herausforderung.                                                                                                                                                             Auch der Storch hat Tradition. Das Dorf Malchow hat schon seit den 70er Jahren ein Storchennest. Durch die Freileitungen bedingt, wurde 1996 ein Ersatzstandort für den Storch in der Dorfstraße 35 errichtet. Es hat viele Jahre gedauert, bis Adebar endlich dieses Nest im Jahr 2003 angenommen hat. Heute übertragen Kameras Bilder aus dem Nest auf Monitore ins Storchencafé und in den Alten Stall.

Rückblickend kann man feststellen, dass es ohne den Verein eine Reihe von Dingen so in der Form, wie sie sich heute präsentieren, nicht geben würde. In der Zeit von 25 Jahren gelang es unseren Verein mit einer Vielzahl an helfenden Händen durch die Kultur des Tuns das Werden zu gestalten und die Zukunft zu sichern. Wir freuen uns gemeinsam mit Ihnen die nächsten Jahrzehnte im Zeitmaß der Natur zu gestalten.

Anlässlich seines 25jährigen Geburtstages veranstaltet der Verein Naturschutz Berlin-Malchow am Samstag, den 21. Oktober 2017 in allen Einrichtungen des Vereins einen Tag der offenen Tür. Dazu werden wir im Oktober in den Lichtenberger Rathausnachrichten ein Preisausschreibenveröffentlichen. Der Gewinner wird am Samstag aus der Lostrommel gezogen. Ihm winkt ein attraktiver Gewinn - ein Fahrrad im Wert von 400 Euro, gestiftet vom Vereinsvorsitzenden. Merken Sie sich diesen Termin schon jetzt vor. Wir freuen uns auf Sie!